Beratung

Rat gefragt?

Wenn Sie noch Fragen haben oder einen Rat zu Einreisefragen benötigen, können Sie sich gern an uns wenden. Es ist am besten, wenn Sie dazu die im Impressum angegebene E-Mail-Adresse verwenden, auf die ich in aller Regel auch sehr schnell reagiere. Telefonisch sind wir schlecht erreichbar, bei Bedarf kann man sich aber via E-Mail zu einem Telefonat in den Abendstunden verabreden. Das empfiehlt sich, wenn die Sache kompliziert ist und Rückfragen erfordert. Bitte haben Sie also keine Scheu, uns bei Problemen mit der Einreise von Familienangehörigen zu schreiben, und wenn es nur kurz ist. Wir achten nicht auf Ausdruck und Rechtschreibung und haben keine Vorurteile gegenüber Leuten, die sich nicht so gewandt ausdrücken können — aus welchen Gründen immer.

Wir beraten Menschen mit Problemen bei der Einreise von Familienangehörigen im Rahmen ehrenamtlicher Tätiglikeit unter dem Dach des Vereins Familienvisum. Die Tätigkeit wird von fachkundigen Awälten beaufsichtigt. Die Beratung ist grundsätzlich kostenlos, jedoch sind Spenden an den Verband erbeten. Andere Verbände geben als Richtsatz für Beratungsgespräche von ca. 1 Stunde Dauer (z.B. Partnerschaftsberatungen) um die 15 Euro an. Das ist auf Telefonate und E-Mails schwer übertragbar. Sie können das am Ende selbst entscheiden. Die Bankverbindung findet sich im Impressum. Wer bedürftig und zum Beispiel auf Hartz-IV angewiesen ist, sollte sich diesbezüglich ohnehin zurückhalten. Die Spenden kommen niemandem persönlich sondern nur dem Verein zu Gute.

Für Beratungsanfragen möchte wir noch folgende Hinweise geben: Unser Spezialgebiet sind die Besuchvisa für den kurzfristigen Aufenthalt von Familienangehörigen (Schengen-Visa). Zu diesem Thema verfügen wir über eigene, persönliche Erfahrungen und kennen uns aufgrund bestehender Freundschaften und zahlreicher Kontakte besonders gut mit den Botschaften in Russland, Weißrussland und der Ukraine aus. Die Grundlagen des Visumverfahrens sind jedoch überall dieselben.

Aufgrund vieler Anfragen sind wir gelegentlich auch in Sachen längerfristiger Visa, beispielsweise Familienzusammenführung etc. befragt worden und in der Materie ganz gut eingearbeitet. In diesen Fällen ist jedoch oft die Einschaltung eines geeigneten Rechtsanwaltes geboten. Aber das lässt sich im Rahmen einer Beratungsanfrage recht schnelle klären.

Aber fragen Sie Bitte auf alle Fälle bei Verbänden wie dem unseren nach, bevor Sie mit Behörden wie den Ausländerämtern oder Botschaften Kontakt aufnehmen. Oft müssen wir die Beratung mit dem Seufzer beginnen: Wären Sie doch vorher zu uns gekommen, dann hätte man die Sache von vornherein anders begonnen. Das hilft dann leider weder uns noch den Betroffenen.

Um taugliche Ratschäge zu geben, sind möglichst detaillierte Angaben über alle mit dem beabsichtigten Besuch in Zusammenhang stehenden Dinge notwendig. Welche Angaben Sie mir gegenüber machen wollen, entscheiden Sie letztlich selbst. Wir können gut verstehen, dass man bei der zunächst unpersönlichen Kontaktaufnahme via Internet eher zurückhalten mit persönlichen Angaben ist. Das ist auch richtig.

Uns geht es letztlich nicht anders. Denn diese Seite wird von bestimmten Behörden regelmäßig gelesen und man versucht auch durchaus, uns irgendwelche Rechtsverstöße unter zu schieben oder uns sonst zu schaden. Deshalb müssen wir uns unter Umständen vergewissern, dass Beratungsanfragen nicht fingiert sind, um mal eben zu testen, ob wir nicht beispielsweise das Eingehen von sogenannten Scheinehen empfehlen. Das tun wir natürlich nicht, denn das, was sich Behörden darunter vorstellen, ist strafbar, das würden wir niemals empfehlen. Wir wissen allerdings auch nicht recht, was eine Scheinehe ist? „Es gibt tausend Gründe zu heiraten, Liebe ist der dümmste davon“, hat einer meiner Jura-Professoren in einer Vorlesung zum BGB mal zum Besten gegeben. Also warum zwei Leute freiwillig heiraten, geht den Staat und seine Behörden im Grunde einen feuchten Kehricht an. Normalerweise scheren sie sich auch nicht darum, beispielsweise wenn Leute nur wegen der Steuervorteile heiraten. Aber wenn einer Ausländer ist …

Wie auch immer. Je besser Sie uns ins Bild setzen, desto besser können wir Rat geben. Das muss aber auch nicht alles in der ersten E-Mail stehen. Fühlen Sie uns ruhig erst mal auf den Zahn. Aber wir schreiben hier schon mal auf, welche Angaben wichtig sein können und wofür:

In Bezug auf den Ratsuchenden in Deutschland:

Angabe Zweck
Staatsangehörigkeit kann Einfluss haben, z.B. bei EU-Bürgern oder Visaerleichterungsabkommen
Wohnort/Bundesland des Gastgebers welche Behörden sind zuständig, wohin kann man sich wenden
Einkommensverhältnisse, Familienverhältnisse des Gastgebers kann man eine Einladung machen

In Bezug auf den Gast oder den Angehörigen aus dem Ausland

Staatsangehörigkeit welche Bestimmungen gelten
Wohnsitz, Ort, Region welche Auslandsvertretung ist zuständig
Einkommens- und Vermögensverhältnisse, familiäre Situation Beurteilung der Möglichkeiten, ein Visum zu bekommen

Alle derartigen Angaben werden strengstens vertraulich behandelt und von uns ausschließlich zu dem Zweck verwendet, Ihnen Rat und Hilfestellung in Einreisefragen zu geben.

Wir verwenden in der Korrespondenz gelegentlich die folgende Abkürzungen:

AA Auswärtiges Amt
ABH Ausländerbehörde
Allg. VwV Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum AufenthG [Link]
AufenthG Aufenthaltsgesetz
AV Auslandsvertretung (Botschaft oder Konsulat)
BMI  Bundesministerium des Innern [Link]
GK  Generalkonsulat (eine AV)
GKI Gemeinsame Konsularische Instruktion
SDÜ Schengener Durchführungsübereinkommen
SGK Schengener Grenzkodex
VE Verpflichtungserklärung (offizielle Einladung für Gäste aus dem Ausland auf amtlichem Formular)
VEA Visaerleichterungsabkommen
VHB  Visahandbuch (eine Sammlung von Erlassen des AA) [Link]
VK Visakodex der EU

Stand 11.01.2010